Integration fördern und den Glauben stärken
Seit 2007 baut Pfarrerin Lorna Barra die Latino-Gruppe „Fe e Integración“ innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Kleinbasel auf. Nun hat der Kirchenvorstand der EMK Schweiz die weitere Finanzierung und die Weiterführung für die kommenden vier Jahre bewilligt.

Pfarrerin Lorna Barra mit Distriktsvorsteher Martin Streit im Jubiläumsgottesdienst zum vierjährigen Bestehen der Latino-Gruppe in Kleinbasel.

Gemeinsamer Gottesdienst in der EMK Kleinbasel
„Unsere Grupo Fe e Integración hat innerhalb der Latinogemeinden in Basel eine besondere Stellung“, sagt Lorna Barra. Durch die Einbettung in der EMK gehöre die Gruppe zu einer weltweiten Kirche. Ausserdem sei sie nicht so stark evangelikal bzw. charismatisch ausgeprägt wie die meisten Latino-Gemeinden in der Region. Das sei für die Mitglieder wichtig, die eine gute Balance zwischen Glauben und Verstand suchten. Es gebe bislang kaum Migrationsgemeinden, die von einer Frau geleitet würden und mit anderen Kirchen zusammenarbeiteten, betont Lorna Barra.
Finanzierung durch die EMK Schweiz gesichert
Das Projekt entstand 2007 „aus dem Wunsch heraus, eine missionarische Arbeit unter Migrantinnen und Migranten aus Lateinamerika zu beginnen, die in Basel-Stadt und Basel-Land wohnen“, erzählt Lorna Barra. Der Integrationsprozess in der Schweiz solle „durch die Einbindung in die Kirchgemeinde und die Stärkung des Glaubens gefördert werden“. Nun bewilligt der Kirchenvorstand der EMK eine weitere Tranche von rund 185‘000 Franken für die kommenden vier Jahre. Das Projekt wird aus dem Projektkonto finanziert. Danach erhofft sich die Latino-Gruppe aus Kleinbasel, finanziell auf eigenen Füssen stehen zu können.
Bei der Gründung der Grupo Fe e Integración versammelten sich regelmässig rund fünf Männer und Frauen in einer Art Hauskreis zum Bibelstudium und zum Gebet in der Kapelle in der EMK Kleinbasel. Auf Wunsch dieser Gruppe wurden 2008 die ersten Gottesdienste am Sonntagabend um 17.00 Uhr gefeiert. Von Anfang an habe sich eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der deutschsprachigen Kirchgemeinde ergeben, lobt Lorna Barra. Weil ihr die Zusammenarbeit mit andern Kirchen am Herzen lag, nahm die Pfarrerin auch an den Treffen von Leitungspersonen von Migrationsgemeinden teil, die von Pfarrer Daniel Frei von der Reformierten Kirche beider Basel organisiert werden.
Stetiges Wachstum
Die Grupo Fe e Integraciòn wuchs von Beginn weg langsam aber stetig. Die ersten zehn Mitglieder blieben als Kern der Gruppe erhalten. Nebst dem Gemeindeleben setzte sich die Gruppe von Anfang an auch für Bedürftige von ausserhalb ein. So wurden eine Lebensmittel-Hilfe organisiert und Migrantinnen und Migranten in Notsituationen unterstützt. Ab 2009 bot die Grupo Fe e Integración Deutschkurse an. Diese fanden auf drei Niveaus statt. Rund 25 Personen absolvierten die Kurse, wobei drei Personen das höchste Niveau erreichten.
An den Gottesdiensten nehmen heute regelmässig 30 bis 35 Personen teil, die aus unterschiedlichen Ländern Lateinamerikas, aus Spanien und auch aus der Schweiz stammen. Verschiedene kulturell gemischte Ehepaare haben in der Latino-Gruppe der EMK eine spirituelle Heimat gefunden.
Quelle: Lorna Barra

