„Ich finde Ferien eine gute Erfindung“
In einem Wort zum Sonntag im St. Galler Tagblatt hat der Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Herisau und Urnäsch, Urs Ramseier, anhand des bekannten Bibelwortes „Kommet her zu mir alle…“ dargelegt, dass Jesus die Menschen nicht nur in den Ferien, sondern auch mitten im Alltagsstress ausruhen lassen will.
„Viele dürfen sich jetzt oder in Kürze Zeit für Ferien nehmen. Ich finde Ferien eine gute Erfindung“, schreibt Urs Ramseier in der Ausgabe des St. Galler Tagblatts vom 14. Juli 2012. Er habe „schon manchmal“ das Gefühl gehabt, dass die Ferienzeit viel zu schnell vorübergegangen sei. Plötzlich hole einen der Alltag mit seinen Sorgen, Belastungen und Aufgaben wieder ein.
Letzthin sei ihm aber bewusst geworden, „dass Jesus uns eigentlich jeden Tag – auch im belasteten Alltag – immer wieder eine Art Ferien schenken möchte“. Jesus sage nämlich in der Bibel: „Kommet her zu mir alle, die Ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken!“ Wenn man den letzten Teil dieses Verses aus dem griechischen Urtext übersetze, laute er: „...ich will Euch ausruhen lassen“. Dies zeige, dass „uns Gott jeden Tag ‚Ferien‘, ein Ausruhen-Lassen, erfahren lassen will!“.
Urs Ramseier lädt die Leserinnen und Leser seiner Sonntagsbesinnung im St. Galler Tagblatt dazu ein, im Gebet zu Gott zu reden und „ihm alles sagen, was uns bedrückt“. Dies heisse aber nicht, dass die Menschen selbst nichts mehr tun müssten. Aber sie könnten aus dem Gebet heraus vieles ruhiger tun. „Zum Beispiel erlebte ich es kürzlich, dass ich vor lauter Arbeit nicht mehr wusste, wo wehren. Da kam mir plötzlich in den Sinn, dies Gott zu sagen. Nach dem Gebet konnte ich meine Gedanken plötzlich wieder ordnen und hatte nicht mehr dieses bedrückende Stressgefühl.“
Quelle: St. Galler Tagblatt


