SEK veröffentlicht Studie zu Migrationskirchen
Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) hat eine Studie zum Thema „Neue Migrationskirchen in der Schweiz“ veröffentlicht. Sie enthält empirisches Material, theologische und sozialwissenschaftliche Überlegungen sowie Handlungsempfehlungen zu den über 300 neuen Migrationskirchen in der Schweiz. Berichtet wird auch über die EMK Schweiz.

Die SEK Studie 2 "Neue Migrationskirchen in der Schweiz" ist neu erschienen

Taufe in der Latinogemeinde Solothurn
Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. In den letzten Jahren sind von christlichen Migrantinnen und Migranten vermehrt neue Migrationskirchen gegründet worden. Für die einheimischen Kirchen stellt sich da die entscheidende Frage, wie sie mit diesen Migrationskirchen zusammen (als Kirchen) Kirche sein können. Bei der Beantwortung dieser Frage drängen sich weitere Fragen auf: Wie sind Migrationskirchen organisiert und wer sind ihre Mitglieder? Wie viele solche Kirchen gibt es in der Schweiz? Und welchen Einfluss haben Migrationskirchen auf die Integration ihrer Mitglieder in der Aufnahmegesellschaft? Und vor allem: Welches sind die theologischen Grundlagen für das Zusammen-Kirche-Sein?
Die aus der Perspektive des SEK und der Mitgliedkirchen verfasste Untersuchung geht diesen Fragen nach und zeigt so Möglichkeiten eines gemeinsamen Kircheseins auf. Dabei erweist sich, dass das Thema Migrationskirchen nicht nur für die einheimischen Kirchen, sondern gesamtgesellschaftlich von Interesse ist. Die Untersuchung plädiert für eine Haltung der Offenheit und für eine Öffnung gegenüber den Migrationskirchen wie gegenüber den einzelnen Migrantinnen und Migranten.
In der Veröffentlichung wird auf die Situation der verschiedenen Mitgliedskirchen eingegangen. So wird auch über die Situation der Migrationskirchen in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz berichtet. Es gibt Migrationsgemeinden in Genf (Spanisch- und portugiesischsprachige Gemeinden), Lausanne (portugiesisch), Biel (portugiesisch und französisch-afrikanisch, kambodschanisch), Solothurn (portugiesisch und spanischsprachig), Oensingen (kambodschanisch), Aarau (kambodschanisch), Basel (spanischsprachig), Zürich (portugiesisch), St. Gallen (koreanisch). Es wird dazu im Besonderen festgehalten: „Die EMK ist die einzige Mitgliedkirche des SEK, die neue Migrationskirchen respektive Latinogemeinden in ihre Regelstruktur integriert hat.“ Hinzu kommen noch verschiedene weitere EMK-Gemeinden, welche anderen Migrationskirchen Gastrecht in ihren Räumen gewähren.
Seitens der EMK hat Roswitha Golder in der Projektbegleitgruppe mitgearbeitet. Sie war während vieler Jahre Pfarrerin der EMK in der Latino-Gemeinde in Genf und ist anfangs dieses Jahres in den Ruhestand getreten. Die Studie (127 Seiten, deutsch und französisch) kann im SEK-Shop unter www.sek.ch/shop herunter geladen oder für CHF 15.-- bestellt werden.
Quelle: Medienmitteilung SEK, Markus Bach

