„Turnaround“-Schulung stand im Vordergrund
Die Arbeitsgruppe Gemeindegründungen befindet sich im Umbruch. Dies ging aus ihrem Bericht hervor, den der Vorsitzende Jörg Niederer an der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Winterthur präsentierte.
Wie Distriktsvorsteher Jörg Niederer ausführte, ist das Gründen neuer Gemeinden zugunsten des „Turnaround“ in bestehenden Gemeinden in den Hintergrund getreten. Zurzeit besteht ein einziges Projekt einer Gemeindeneugründung in Bern. Dieses befindet sich aber nach wie vor auf gutem Weg. Allerdings gestaltet sich der Prozess etwas langsamer als ursprünglich geplant. Dies hat dazu geführt, dass der dafür zuständige Pfarrer Matthias Fankhauser in Zukunft dort mit 60 statt 100 Prozent tätig sein wird und eine weitere Dienstzuweisung zu 40 Prozent in einem anderen Arbeitsbereich erhalten wird.
Die Arbeitsgruppe ist nach wie vor auf der Suche nach geeigneten Pfarrerinnen und Pfarrern, die eine Gemeindegründung in Angriff nehmen können. Im Moment sucht man vor allem ausserhalb der EMK, sagte Jörg Niederer.
So, wie der Schwerpunkt der Arbeit momentan auf der „Turnaround-Schulung“ liegt, beschäftigte sich auch die Diskussion zum Bericht an der Konferenz hauptsächlich mit den Rahmenbedingungen, Ziel und Zweck dieser Ausbildung. Zur Zeit sind es sechs Bezirke, die an diesem Programm teilnehmen. In der Diskussion wurde festgehalten, dass es sinnvoll ist, die Veränderungsprozesse, die durch den „Turnaround“ angestossen werden, nur in einer guten Kooperation zwischen den Pfarrpersonen und der (ehrenamtlichen) Leitung der Kirchgemeinde geschehen kann.
Die Arbeitsgruppe äussert in ihrem Bericht den Wunsch, die Begleitung der Gemeinden in den verschiedenen Veränderungsprozessen weiter ausbauen zu können. Dafür sei es aber nötig, eine Teilzeitstelle zu schaffen, die unter Umständen durch das Projektkonto finanziert werden könnte.
Autor: Sven Büchmeier


