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Schrift und Verstand

"Ich gründe alle meine Grundsätze auf die Heilige Schrift und auf den gesunden Menschenverstand."

John Wesley (1703 - 1791)

Glaube, der in der Liebe tätig ist

Auf die Frage, worum es in der methodistischen Bewegung gehe, antwortete John Wesley, ihr Gründer: «Glaube, der durch die Liebe tätig ist.» In der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) treffen sich Menschen, die den christlichen Glauben als tragfähige Basis fürs Leben und fürs Sterben erfahren wollen.

Was wir glauben

Den Glauben an den dreieinigen Gott, den Vater, seinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist, teilen wir mit Christinnen und Christen der Landes- und anderer Freikirchen. Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott umfasst die Gewissheit, dass diese Welt sich dem Wollen und Wirken Gottes verdankt. Er ist in der Geschichte wirksam durch seine suchende und zurechtbringende Liebe. Daher erwarten wir, dass er die Welt nach seinem Willen völlig zurecht bringt.

 

Auf allen Ebenen unseres kirchlichen Lebens betonen wir das, was uns als Christinnen und Christen miteinander verbindet. In Fragen, die nicht an das Zentrum des christlichen Glaubens gehen, handeln wir nach der Regel: denken und denken lassen.

Was wir lehren

Grundlage unseres Glaubens und Handelns ist das Zeugnis der Menschen, die zuerst Gottes Reden vernommen und sein Handeln erlebt haben. In der Bibel sind ihre Zeugnisse niedergeschrieben. Wir verstehen die Bibel als Heilige Schrift, in der Gott sich zeigt und bis heute zu den Menschen spricht.

Die biblischen Aussagen verstehen wir bewusst im Zusammenspiel verschiedener Elemente, von denen wir überzeugt sind, dass in ihnen Gottes Geist an uns wirkt:

 

  • Wir lesen die Bibel im Licht unserer Erfahrungen. Ebenso deuten wir unsere Erfahrungen mit der Hilfe biblischer Aussagen.
  • Der reiche Schatz christlicher Glaubenstradition hilft uns, das biblische Zeugnis besser zu verstehen: Vor uns haben Menschen in ihrer Zeit bereits versucht, das biblische Zeugnis zu verstehen. Neben uns stellen sich heute andere dieser Aufgabe. Der Bogen spannt sich von den Bekenntnissen und Auslegungen der alten Kirche bis zu den wissenschaftlichen Bemühungen um das Verständnis der Bibel in unserer Zeit.
  • Glauben und Denken durchdringen sich gegenseitig: Mit Hilfe des Verstandes erfassen wir das biblische Zeugnis, beschreiben wir unsere Erfahrungen und gehen wir der christlichen Tradition nach. Vernünftig und nachvollziehbar beschreiben wir, welche Einsichten wir gewonnen haben und welche Konsequenzen sich für unseren Glauben daraus ergeben.

Was wir tun

Glaube und tätige Liebe gehören zusammen. Diese Überzeugung hat die EMK von ihren Anfängen bis in die Gegenwart geprägt. Schon 1908 verabschiedete sie eine Erklärung, die bekenntnishaft die Verantwortung der Glaubenden in sozialen Fragen festhält. Seit 1946 werden diesem kurzen Bekenntnistext die umfangreicheren «Sozialen Grundsätze» zur Seite gestellt, die regelmässig auf neue Herausforderungen hin aktualisiert werden. Darin heisst es unter anderem: «Wir bekräftigen, dass alle Personen in den Augen Gottes den gleichen Wert besitzen, und wir arbeiten deshalb auf eine Gemeinschaft hin, in der der Wert eines jeden Menschen anerkannt, erhalten und gestärkt wird.»

 

Auf den unterschiedlichen Ebenen des kirchlichen Handelns füllen sich diese Worte mit Leben:

  • Altersheime, Spitäler, ein sozial-therapeutisches Wohnheim, Häuser für Ferienlager und Hotels sind Ausdruck des kirchlichen Dienstes an der Gesellschaft.
  • Connexio, das  Netzwerk für Mission und Diakonie der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz-Frankreich, unterstützt Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Mitteleuropa, auf dem Balkan sowie in der Schweiz und in Frankreich.
  • Einzelnen Gemeindeglieder engagieren sich in ihrem Umfeld, zum Beispiel mit Mittagstischen, Kindertagesstätten, Besuchen bei Alten und Einsamen oder in der Begleitung Randständiger.

 

Sigmar Friedrich, E-Mail

United Methodist Church