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Schrift und Verstand

"Ich gründe alle meine Grundsätze auf die Heilige Schrift und auf den gesunden Menschenverstand."

John Wesley (1703 - 1791)

Eine weltweite Kirche

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) ist keine lokale, keine kantonale und auch keine nationale Kirche. Sie ist vielmehr ein weltweiter Verbund von zusammen gehörenden und aufeinander angewiesenen Gemeinden. Diese «Connexio» hilft den Gemeinden, sich weder als die ganze Kirche zu verstehen noch mit dem Anspruch aufzutreten, allein selig machend zu sein.

 

Natürlich, eine methodistische Gemeinde in der Ostschweiz kann ein völlig anderes Gesicht haben als eine solche im Aargau, und wer die EMK in der Schweiz kennen gelernt hat, wird in den USA, in Polen oder in der DR Kongo noch einmal ganz neue Erfahrungen machen. Das liegt daran, dass die Grundlagen des Glaubens, der Lehre und des kirchlichen Lebens zwar weltweit gleich sind, dass aus rechtlichen, gesellschaftlichen oder kulturellen Gründen in Detailfragen aber Anpassungen gemacht werden. Und es liegt daran, dass die Menschen hier und dort einfach sehr verschieden sein können. Doch wenn dies auch so sein mag, es ändert nichts daran, dass die vielfältigsten methodistischen Gemeinden in Afrika, Amerika, Asien und Europa Teil einer weltweiten Kirche sind: der United Methodist Church.

 

Diese weltweite Struktur ist übrigens nicht Selbstzweck, sondern verfolgt ein Ziel. Die Kirchenordnung sagt dazu: «Dieser Verbund befähigt unseren Glauben, in der Liebe tätig zu werden, und verstärkt unsere Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit in der Welt.»

Die EMK in Europa

Die EMK in Europa

Die EMK in der Schweiz ist Teil der Jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich, die das oberste Entscheidungsorgan der Kirche im Konferenzgebiet bildet und in der Regel einmal im Jahr tagt. Zusammen mit weiteren sechs Jährlichen Konferenzen bildet die Jährliche Konferenz Schweiz-Frankreich die Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa. Diese umfasst die folgenden 16 Länder: Albanien, Algerien, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Kroatien, Mazedonien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowakische Republik, Tschechische Republik, Tunesien und Ungarn. Die Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa steht unter der Leitung von Bischof Patrick Streiff. In Europa gibt es drei Zentralkonferenzen (Deutschland, Mittel- und Südeuropa, Nordeuropa), wobei die Zentralkonferenz von Nordeuropa aus zwei bischöflichen Aufsichtsgebieten besteht (einerseits Skandinavien und Baltikum, andererseits Russland und weitere Staaten, die nach dem Zerfall der Sowjetunion entstanden sind).

 

Delegierte aus allen Jährlichen Konferenzen der ganzen Welt bilden schliesslich die Generalkonferenz. Diese tagt alle vier Jahre und ist die höchste legislative Behörde der weltweiten EMK. Von ihr eingesetzt und ihr gegenüber verantwortlich sind verschiedene Behörden, die beispielsweise in den Bereichen Jüngerschaft, Kirche und Gesellschaft, Mission oder theologische Ausbildung intensiv tätig sind.

 

In gewissen Dingen mag diese Grenzen überschreitende Struktur schwerfällig sein und aufwändig. Sie hat auch ihren Preis. Aber das weltweite Zusammengehören birgt einen grossen menschlichen, kulturellen und nicht zuletzt auch geistlichen Reichtum, den zu entdecken sich lohnt. Und nicht zuletzt hat sich auf dieser Erde schon vieles verändert, weil Methodistinnen und Methodisten im Rahmen der weltweiten «Connexio» voneinander gelernt und miteinander geteilt haben.

Urs Schweizer, E-Mail

Monatsgebet

für die weltweite Kirche

 

Im März denken wir besonders an die

Arbeit im kongo

Die Kirche im Kongo ist eine lebendige Kirche mit mehr als einer Million Mitgliedern und vier Bischöfen. Sie betreibt Schulen, Universitäten, Spitäler und Gesundheitszentren. In einem politisch sehr instabilen Umfeld kümmert sich die Kirche auch um Flüchtlinge und Kinder, die ihre Familien verloren haben. Erst kürzlich führte einer der Bischöfe Friedensgespräche mit zwei verfeindeten Ethnien. Vom 15. bis 22. März finden in Kamina die Neuwahlen der vier Bischöfe statt. Mit dabei sein werden auch Bischof Patrick Streiff und Andreas Stämpfli. Daria und Roman Hofer, die die letzten vier Jahre als Koordinatoren im Kongo gearbeitet haben, sind seit Dezember wieder in der Schweiz zurück. Gespräche mit einem möglichen Nachfolger für sie sind im Gange.

 

Fürbitten

 

Gütiger und treuer Gott,

 

Wir danken dir für die Kirche im Kongo. Danke, dass sie sich unter schwierigsten Bedingungen für diejenigen einsetzt, die fliehen mussten und die unter Gewalt leiden.

 

Wir bitten dich um Mut und Weisheit für die Verantwortlichen der Kirche und für alle Menschen, die sich im Kongo für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen.

 

Wir bitten dich auch für die Bischofswahlen im März. Schenke den Delegierten die Weisheit, geeignete Personen zu wählen und das gemeinsame Interesse über das eigene zu stellen. Hilf, dass die Wahlen friedlich verlaufen und dass es eine gute und geordnete Übergabe gibt.

 

Wir danken dir für den vierjährigen Einsatz von Daria und Roman Hofer. Danke für alles, was sie in dieser Zeit bewirken konnten, für Beziehungen, die entstanden sind und dass du sie und ihre zwei Kinder bewahrt hast.

 

Wir bitten dich für die Nachfolge von Daria und Roman Hofer. Zeige du gute Lösungen.

 

Amen

Monatsliturgien

United Methodist Church