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Abendmahl

"So wie unser Leib durch Brot und Wein gestärkt wird, so stärken die Zeichen des Abendmahls, Leib und Blut Christi, unsere Seele. Diese Nahrung für die Seele gibt uns Kraft, unsere Pflicht zu tun, und bringt uns weiter auf dem Weg zur Vollkommenheit."

John Wesley (1703 - 1791)

Die «Entwürfe zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» verschärfen die Sanktionen

Zwei Pläne – der «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» (Traditional Plan) und der «Modifizierte Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» (Modified Traditional Plan) – appellieren an die Methodist/innen, den Status quo beim Umgang der Kirche mit Homosexualität beizubehalten.

«Wir glauben immer noch wörtlich, dass die Bibel das Wort Gottes ist», sagt Pfarrer Forbes Matonga, Pastor der Nyadire United Methodist Mission in Simbabwe und Befürworter des traditionellen Plans. «Wir glauben nicht, dass die Bibel in dieser Angelegenheit schweigt, weil wir über biblische Aussagen verfügen, auf die wir verweisen können.»

Der «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» – und sein Ableger, der «Modifizierte Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» – würde viel weniger Spielraum für Methodist/innen lassen, die die Regeln brechen, wenn es um Homosexualität geht.

«Der traditionalistische Plan … bringt ein weitaus stärkeres System der Rechenschaftspflicht mit sich», sagt Bischof Sandra Steiner Ball, stellvertretende Vorsitzende der West Virginia-Konferenz und eine der Moderatoren der Kommission «Ein Weg in die Zukunft». «Er sieht Strafen für diejenigen vor, die gegen die Richtlinien der Kirchenordnung verstossen.»

Die «Entwürfe zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» werden auf der ausserordentlichen Generalkonferenz in St. Louis vom 23. bis 26. Februar geprüft. Die beiden werden zusammen mit Entwürfen betrachtet, die kirchliche Beschränkungen für gleichgeschlechtliche Ehen und die Ordination von schwulen Geistlichen lockern oder beseitigen würden.

Weitere Pläne, die der gesetzgebenden Versammlung der Glaubensgemeinschaft vorgelegt werden, sind der «Entwurf zur Bewahrung der Einheit der Kirche» (empfohlen von der Mehrheit des Bischofsrates), der «Entwurf der Konferenzen-Verbünde» und der «Einfache Entwurf».
 
Der United Methodist Judicial Council hat im Oktober einige Elemente des «Entwurfs zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» für verfassungswidrig erklärt, so dass vor der Verabschiedung Änderungen erforderlich sein würden. Die Probleme konzentrieren sich darauf, dass einige Anforderungen für Pfarrpersonen und Bischöf/innen vehementer als andere durchgesetzt werden, sowie auf Bedenken hinsichtlich ordnungsgemässer Verfahren.

Die Entscheidung betrifft auch Teile des «Modifizierte Entwurfs zur Bewahrung der bestehenden Ordnung», die sich mit dem «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» überschneiden.

Nach den «Entwürfen zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» soll das Verbot, demzufolge homosexuelle Menschen, die sich zu ihrer Homosexualität bekennen, nicht als Pfarrer/innen in der Methodistenkirche ordiniert werden dürfen, ebenso weiter bestehen bleiben wie das Verbot, Trauungen für homosexuelle Paare zu gestalten.

«Eine der Petitionen des ‹Entwurfs zur Bewahrung der bestehenden Ordnung› hat versehentlich das Wort ‹praktizieren› aus dem Ausdruck ‹Praktizierende Homosexuelle, die sich dazu bekennen›, weggelassen», sagte Pfarrer Tom Lambrecht, Vizepräsident und Generaldirektor von Good News. Es wird einen Änderungsantrag zur Beseitigung des Fehlers geben, sagte er.

Die «Entwürfe zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» führen die Regelung ein, dass jede Jahreskonferenz verpflichtet ist zu bestätigen, dass sie «die Standards der (Kirchen-)Ordnung für LGBTQ-Ehe und -Ordination aufrechterhalten, durchsetzen und beibehalten» wird. Sie verlangt von den Bischöf/innen, auch von den pensionierten Bischöf/innen, dass sie dasselbe tun.
Die Folgen für Verstösse gegen die Regeln der Kirchenordnung zur Homosexualität wären hart und würden für Ortskirchen und Pfarrerpersonen gelten.

Die «Entwürfe zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» sehen vor, dass diejenigen, die sich nicht an die Kirchenordnung halten, «ermutigt werden, etwas Ähnliches wie eine ‹autonome, angeschlossene oder konkordante Kirche› zu bilden». Mit anderen Worten, sie fordern dazu auf: Verlasse die United Methodist Church! Kirchen, die austreten, können den Namen und das Logo der Methodist/innen bis 2021 verwenden.

Der «Modifizierte Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» entstand, weil die, die den ursprünglichen «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» ausgearbeitet haben, nur wenig Zeit hatten, um daran zu arbeiten. Der aktualisierte Plan verstärkt die Durchsetzung gegen Bischöf/innen, die gegen die Kirchenordnung verstossen, und gesteht Jährlichen Konferenzen, die die Konfession wegen der Frage der Homosexualität verlassen, 200.000 Dollar zu.
 
«Einige von uns waren der Meinung, dass (der «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung») vollständiger sein musste, als er war, vor allem in Bezug auf die gesamte Rechenschaftspflicht», sagte Pfarrer Maxie Dunnam, emeritierter Präsident des Asbury Theological Seminary in Wilmore, Kentucky. «Wir versuchten (die Verantwortlichkeit im Entwurf) so zu klären, dass es keine ständigen Prüfungen mehr geben würde. Wir mussten die Sachverhalte so klar machen, dass es keine Frage sein würde … ob eine Person sie verletzt hat oder nicht.»

 

Jim Patterson, UMNS

 

Sehen Sie sich Videos an, um mehr zu erfahren (engl.)

Pfarrer Rob Renfroe ist Präsident von Good News und Pfarrer für Jüngerschaft an The Woodlands United Methodist Church in Houston. Pfarrer Tom Lambrecht ist Vizepräsident und General Manager von Good News und Mitglied des Führungsrats der Wesleyan Covenant Association.

Renfroe prefers gracious exit to forced unity
Renfroe schlägt vor, dass die United Methodist Church den Ortskirchen die Möglichkeit bieten sollte, die Konfession zu verlassen, wenn keine Einigung über Fragen der Sexualität erzielt werden kann.

Lambrecht discusses Traditional Plan creation
Lambrecht spricht darüber, wie der Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» fast aus den Entwürfen, die der Bischofsrat zu prüfen hatte, gestrichen wurde.

 

Zum Originalbeitrag (engl.)

 

 

 

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