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Gelebte Gnade

"Gnade ist die Quelle, Glaube die Bedingung des Heils."

John Wesley (1703 - 1791)

Der «Simple Plan» ist nach Meinung seiner Befürworter/innen am wenigstens schädlich

«Tut nichts Böses.»


Nur einer der wichtigsten Entwürfe, die darauf abzielen, die Zukunft der LGBTQ-Leute in der United Methodist Church zu definieren, folgt dieser Ermahnung durch den Kirchengründer John Wesley, sagt der «United Methodist Queer Clergy Caucus».


Der Simple Plan («Einfacher Entwurf»), den die Fraktion als Alternative zum «Entwurf zur Bewahrung der Einheit der Kirche», zum «Entwurf für Konferenz-Verbünde», zum «Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» und zum «Modifizierten Entwurf zur Bewahrung der bestehenden Ordnung» versteht, ist ein Aussenseiter, da er nicht auf der vom Bischofsrat im Mai vorgeschlagenen Liste steht.


«Wir haben gesehen, dass alle von der Kommission «Ein Weg in die Zukunft» vorgeschlagenen Entwürfe immer noch LGBTQI-Einzelpersonen und unsere Familien und unsere Gemeinschaften als entbehrlich erachten», sagt Pfarrer Alex da Silva Souto, Verfasser des Simple Plans und Delegierter der New Yorker Konferenz an die ausserordentliche Generalkonferenz 2019 vom 23. bis 26. Februar in St. Louis. «Also mussten wir einen Vorschlag vorlegen, der den Schaden auf ein Minimum reduziert.»

 

Im Gegensatz dazu schadet der Simple Plan niemandem, sagt da Silva Souto. Er ruft dazu auf, alle Begriffe in den Sozialen Grundsätzen und in der Kirchenordnung der Konfession zu beseitigen, die die Rolle homosexueller Menschen in der Kirche einschränken.

«So können die Ortsgemeinden und Konferenzen ihren eigenen Entscheidungsprozess fortsetzen, ohne dass sie zu einem bestimmten Tempo oder in eine bestimmte Richtung gezwungen werden», sagt da Silva Souto.

Der Simple Plan ist einfacher umzusetzen als die anderen Pläne, weil er keine Verfassungsänderungen oder eine Umstrukturierung der Denomination erfordert.

«Warum nicht einfach das, was Schaden anrichtet, entfernen, ohne Vorschläge zur Umstrukturierung?», sagt da Silva Souto. «Wir halten einer Überarbeitung und Umstrukturierung unserer Arbeitsweise als Verbindung vielleicht nicht stand.»

Karen G. Prudente, Mitglied der Christ Church United Methodist in New York City und Delegierte der Sonderkonferenz, stellt fest, dass ähnliche Auseinandersetzungen in der Kirche im Laufe der Jahre beigelegt werden konnten.

«Wir haben das mit HIV/AIDS gemacht», sagt sie. «Wir haben das mit der Frauenfrage so gemacht. Wir das ‹unterwegs› geklärt.»

«Das ist nur ein anderes Thema.»

 

 Die Streichung der diskriminierenden Formulierungen aus der Kirchenordnungen und den Sozialen Grundsätze würde Möglichkeiten für den Dienst eröffnen und möglicherweise die Kirche wachsen lassen, sagen die Befürworter/innen.

«Wir sind hier, um uns selbst und unser Leben anzubieten», sagt Prudente. «Wir wollen Gott dienen und weiterhin unser Bestes geben und als Kinder Gottes anerkannt werden.»

«United Methodists for the Simple Plan», ein Kollektiv von United Methodists, das den Plan unterstützt, sagt in einer Erklärung, dass «institutionalisierte Diskriminierung von LGBTQIA+ Christen Spaltung und Schaden angerichtet hat, aber queere Menschen dennoch weiterhin die Früchte des Geistes in ihrem Leben und in ihrer Liebe getragen haben».

 

Der Hauptverfasser der Erklärung ist Pfr. Jay Williams, leitender Pfarrer der Union United Methodist Church in Boston.

«Wir beschwören unsere Verantowrtlichen, ihr Gewissen für die verheerenden Folgen der Erlaubnis zur Diskriminierung sensibilisieren, die durch blasphemische Glaubensansprüche gerechtfertig wurden über eine angeborene menschliche Überlegenheit.»

1972 fügten die Methodist/innen die Erklärung zu ihren sozialen Grundsätzen hinzu: «Wir dulden die Praxis der Homosexualität nicht und halten diese Praxis für unvereinbar mit der christlichen Lehre» .

«Der Simple Plan ist eine Fortsetzung eines Heilungsgebets, das vor 46 Jahren begann», sagt da Silva Souto. «Wir beten, dass dies die richtige Zeit ist. Wir werden nicht aufgeben. Der Heilige Geist hat uns zu diesem Punkt gebracht, und der Heilige Geist wird uns nicht im Stich lassen.»

 

Jim Patterson, UMNS

 

Zum Originalbeitrag (engl.)

 

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