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Typisch methodistisch

"Einigkeit und Heiligkeit sind die beiden Dinge, die ich bei den Methodisten finden möchte."

John Wesley (1703 - 1791)

Befürworter/innen sagen, dass der One Church Plan die Einheit bewahrt

Die Verfasser/innen des One Church Plan («Entwurf zur Bewahrung der Einheit der Kirche» ) rechnen damit, dass der Entwurf an jene Methodist/innen appelliert, die glauben, dass der Zusammenhalt der Kirche höchste Priorität haben sollte.


«Der One Church Plan würdigt die Sichtweise der Methodist/innen, die der Überzeugung sind, dass unsere gegenwärtige Blockadesituation in Bezug auf Ehe und Ordination homosexueller Personen sich nicht zu einem die Kirche spaltenden Thema entwickleln muss», heisst es im Berich der Kommission «Ein Weg in die Zukunft» an die Generalkonferenz.
Wenn er angenommen wird, würde sich einige Formulierungen im «Book of Dicipline», der Kirchenordnung, die in den USA verwendet wird, ändern, um das Verbot innerhalb der United Methodist Church, Hochzeiten für homosexuelle Personen zu veranstalten, und für die PFarrer/innen, solche Trauungen durchzuführen, aufzuheben.


Nach dem One Church Plan sind andererseits nirgendwo Kirchen oder Pfarrer/innen verpflichtet, eine Trauung für ein gleichgeschlechtliches Paar zu leiten, noch würde eine Konferenz gezwungen, homosexuelle Pfarrer/innen zu ordinieren oder homosexuelle Bischöf/innen zu weihen.
 
«Zentralkonferenzen können Teile der Kirchenordnung an ihre eigenen kontextuellen Praktiken anpassen und sind nicht an Entscheidungen gebunden, die in Jurisdiktionalkonferenzen getroffen werden», heisst es im Bericht.
 
Drei Änderungen an der Kirchenordnung bedürfen der Genehmigung durch Petitionen an die Generalkonferenz, um den One Church Plan verfassungsmässig zu machen, sagen dessen Befürworter/innen. Sie sind der Überzeugung, dass er bereits am 1. Januar 2020 in Kraft treten könnte, wenn er am 23. und 26. Februar 2019 auf der ausserordentlichen Tagung der Generalkonferenz beschlossen würde. Aber sie empfehlen, bis zum 31. Dezember 2020 zu warten, um verschiedenen regionalen Entitäten zu erlauben, sich an die Besondernheiten des Plans zu gewöhnen.


Die Annahme des One Church Plan würde bedeuten, dass die Sprache, die die Ehe als Verbindung «zwischen einem Mann und einer Frau» definiert, gestrichen wird. Ersetzt würde die Wendung durch: «traditionell verstanden als eine Verbindung von einem Mann und einer Frau».
 
Insbesondere würde der Plan den Abschnitt der Kirchenordnung streichen, der besagt: «Die Praxis der Homosexualität ist unvereinbar mit der christlichen Lehre».
 
«Die Kommission spürt die Sehnsucht sowohl von Traditionalisten als auch von Progressiven nach mehr Raum», heisst es im Bericht.


«Traditionalisten wollen nicht verpflichtet werden, an gleichgeschlechtlichen Hochzeiten, der Ordination von Schwulen und Lesben oder der finanziellen Unterstützung von Bischöf/innen in einer gleichgeschlechtlichen Ehe mitzuwirken», heisst es im Bericht. «Progressive wollen Raum für die freie Ausübung von Diensten, wie etwa gleichgeschlechtliche Hochzeiten, die Ordination von Homosexuellen und die gleichgeschlechtliche Ehe von Pfarrer/innen. Methodist/innen in Zentralkonferenzen wollen die Möglichkeit, Dialoge über Sexualität entsprechend ihrem nationalen Kontext zu gestalten.»


Der One Church Plan ist ein Versuch, alle diese Anliegen zu berücksichtigen.
«Es gibt Millionen von Methodist/innen auf der ganzen Welt», sagt Pastor Tom Berlin, leitender Pastor der Floris United Methodist Church in Herndon, Virginia. Berlin war Mitglied der Kommission «Ein Weg in die Zukunft» und legte der Generalkonferenz die rechtlichen Bestimmungen zum One Church Plan vor.


«Ich unterstütze den One Church Plan, weil er es Menschen in Afrika ermöglicht, genau das zu tun, was sie in ihrer Kultur und ihrem Kontext für richtig halten», sagt Berlin. «Er erlaubt den Amerikaner/innen auch, die Vielfalt der Meinungen, die sich in einem US-Kontext ebenso wie in Europa und anderen Orten findet, zu zu leben. .... Nach meiner Erfahrung hat sich gezeigt, dass wir in Christus und in der wesleyanischen Art und Weise, Christ/in zu sein, vereint waren.»


«Aber das bedeutete nie, dass wir unsbei einer Vielzahl von Fragen in unserer lokalen Gemeinschaft, in unserem nationalen Umfeld oder im weltweiten Kontext immer einig waren.» Der One Church Plan vertraut darauf, dass Geistliche, Gemeinden und Konferenzen ihren eigenen Weg finden, sagt Berlin.

 

Jim Patterson, UMNS

 

zum Originalbeitrag (engl.)

 

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