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Freude

"Glaube ist Liebe, Frieden und Freude im Heiligen Geist. Er ist die fröhlichste und heiterste Sache der Welt. Er ist völlig unvereinbar mit Griesgrämigkeit, Missmut, Hartherzigkeit und allem, was nicht der Sanftmut, Güte und Freundlichkeit Jesu entspricht."

John Wesley (1703 - 1791)

Neue Konferenzen gründen - als ein Weg in die Zukunft

Der «Entwurf für Konferenzen-Verbünde» (Connectional Conference Plan) ist die tiefgreifendste Reorganisation der United Methodist Church, die auf der Generalkonferenz 2019 in Betracht gezogen werden wird.

Die ausserordentliche Versammlung des obersten gesetzgebenden Gremiums der Konfession wird sich mit der Klärung befassen, ob es den LGBTQ-Leuten freisteht, in der Kirche zu heiraten und zur Ordination zugelassen zu werden.

Die Umsetzung dieses Plans, der im «Ein Weg in die Zukunft»-Bericht für die Generalkonferenz vom 23. bis 26. Februar in St. Louis enthalten ist, ist am schwierigsten. Die Umsetzung des Plans würde die Annahme und Ratifizierung mehrerer Verfassungsänderungen erfordern.

«Das erfordert die Verabschiedung von neun Verfassungsänderungen, dauert mehrere Jahre zur Umsetzung und beinhaltet eine Reihe von aufeinander folgenden Umsetzungsschritten und formalen Abstimmungen zu bestimmten Terminen», sagte Bischof Gary E. Mueller, der Bischof der Region Arkansas. «Das ist keine Schwäche. .... Während diese volle Beteiligung kurzfristig mehr Anstrengungen erfordern mag, wird sie langfristig Früchte tragen.»

Der Plan würde die fünf US-Jurisdiktionen durch drei Konferenzen ersetzen, die nach dem Kriterium der Sexualität geordnet sind. Zentralkonferenzen ausserhalb der Vereinigten Staaten könnten an einer der drei Konferenzen in den Vereinigten Staaten teilhaben oder ihre eigene Konferenz gründen.

Jährliche Konferenzen in den USA, die mit der Entscheidung ihrer Gerichtsbarkeit nicht einverstanden sind, können für die Aufnahme in eine andere Konferenz stimmen. Jährliche Konferenzen ausserhalb der Vereinigten Staaten, die mit der Entscheidung ihrer Zentralkonferenz nicht einverstanden sind, könnten auch zu einer anderen der Konferenzen wechseln.

Es werden traditionelle, zentristische und progressive Konferenz-Verbünde vorgeschlagen. Die Obergrenze für die Anzahl der Konferenz-Verbünde würde acht betragen.

«Der Connectional Conference Plan geht von der Annahme aus, dass die langjährige Meinungsverschiedenheit der United Methodist Church in Bezug auf die menschliche Sexualität kein zu lösendes oder gar zu bewältigendes Problem ist», sagte Mueller. «Vielmehr ist es das Hauptproblem der völlig unterschiedlichen theologischen Perspektiven, das nicht verschwinden wird, nicht ignoriert werden kann und sehr wohl zunehmen kann.»

Patricia Miller, Exekutivdirektorin der «Bekennenden Bewegung» innerhalb der Vereinigten Methodistischen Kirche und Mitglied des Teams, das den Connectional Conference Plan erarbeitet hat, sagte, die Aufgabe für das Team sei es, «so viel Raum zwischen den theologischen Unterschieden wie möglich und so viel Einheit wie nötig innerhalb der United Methodist Church zu haben».

«Es ist sehr schwierig, beides zu erreichen», sagte Miller. Obwohl sie eines der Mitglieder der Way Forward Commission ist, die Entwurf zum Connectional Plan eingeführt haben, unterstützt Miller den Traditional Plan.

Wenn der Connectional Conference Plan verabschiedet wird, könnte er Partnerschaften in Mission und Dienst betreffen. Einige Generalagenturen würden weiterhin unberührt bleiben. Andere sehen sich Veränderungen ausgesetzt, je nachdem, wie viele Konferenz-Verbünde sie weiterhin unterstützen wollen.

«Ich denke, es ist der fairste Plan, um Raum für jede der verschiedenen theologischen Gruppen innerhalb der Kirche zu schaffen», sagte Pfarrer Thomas Lambrecht, Vizepräsident und Generaldirektor von Good News und Mitglied der Way Forward Commission. Lambrecht war auch Mitglied des Teams, das am Connectional Conference Plan arbeitete, obwohl auch er den Traditional Plan unterstützt.

Der Connectional Conference Plan anerkennt, dass zu einer internationale Kirche Mitglieder mit unterschiedlichen Standpunkten gehören. «Diese neue Art, eine Kirche zu sein, ermöglicht eine lockerere Verbindung statt einer auferlegten disziplinarischen Strenge. Sie entspricht damit einer jüngeren Generation, die Vielfalt, Flexibilität und Beziehungen schätzt», sagte Mueller. Er schrieb einen Kommentar für den United Methodist News Service, in dem er zu einer stärkeren Berücksichtigung des Connectional Conference Plans aufrief, ohne jedoch einen bestimmten Plan zu unterstützen.

Zu den verbindenden Punkten gehören das apostolische und das nicänische Glaubensbekenntnis, die Hymnen von Charles Wesley und die Lehr-Predigten und Anmerkungen von John Wesley zum Neuen Testament.

 

Jim Patterson, UMNS

 

Zur Meldung auf UMNS (engl.)

 

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